die Lieferung

Bereits im Frühling hat Köbi Pläne für den Winter geschmiedet. Wie könnte es auch anders sein. Schweizerkästen für den Bienenstand in Aristau müssen produziert werden. Im Winter ist die richtige Zeit dazu. Geplant wird vorher. Bereits Anfang Jahr hat er mit dem Zeichnen und Berechen begonnen. Ende 2020 wurde das Holz dann fix fertig zugeschnitten geliefert. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

die neuen Schwarmfänger

Köbi geht es von Tag zu Tag besser und er kann kaum ruhig sitzen. Bevor die grosse Holzlieferung kommt macht er schon mal ein paar Schwarmkästen um für den Frühling gerüstet zu sein. Er hatte genug Zeit sich ausführlich Gedanken zu machen und dabei einen „perfekten“ Schwarmfänger zu planen. Vom Kopf über den PC auf die CNC Maschine wird aus einer Idee ein Produkt. Der Frühling kann kommen.

Weiterbildung

Der Bienenzüchterverein Muri und Umgebung bietet ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm für Imker an. Dafür haben wir in diesem Frühling einen Lehrbienenstand gebaut. Leider fiel die Eröffnung ebenfalls dem fiesen Virus zum Opfer. All die Kurse können nun auch nicht wie geplant im neuen Lokal durchgeführt werden. Doch dadurch lassen sich die Kursleiter vom Lehrbienenstand Freiamt nicht bremsen. Via modernen Meeting Methoden wie Zoom finden die Kurse „zu Hause“ statt. Auch Köbi ist zusammen mit Sandra an diesen Kursen. Via FaceTime aus dem Spital und Zoom auf dem Laptop am Küchentisch.

Königinnen einwintern

Nach der Varroabehandlung werden die Völker kontrolliert. Dabei sehen wir, ob die Königin die Behandlung schadlos überstanden hat. Falls dies nicht der Fall ist können wir eine von unserer Zuchtköniginnen ins Volk geben. Es ist wichtig den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, so dass ein Volk nicht buckelbrütig wird. Nachdem Sandra und Veit alle Völker erfasst hatten, in denen keine Königin mehr war verteilten sie die Zuchtköniginnen auf diese Völker.

Nach diesem Rundgang sind noch ein paar Königinnen in den Apidea Zuchtboxen übrig. Diese werden nun für den Winter nach Merenschwand gebracht und mit Zellstoffplatten gut gegen Wind und Wetter geschützt.

Kontrolle der Varroabehandlung

Noch vor der Operation hat Köbi die Varroabehandlung durchgeführt. Der Plan sah vor, bei der Rückkehr die Kontrolle selber zu machen. Pläne sind zum Ändern da. Da er noch länger im Spital bleiben musste, übernahmen Sandra und Veit die Kontrolle. Während mehreren Tagen arbeiten sie mit der Unterstützung von Tom dem Bieneninspektor in den Bienenhäusern. Natürlich konnte Köbi die beiden nicht ohne „Aufsicht“ lassen und war live via FaceTime dabei.

der andere Patenapéro

Jedes Jahr freuen wir uns ungemein auf den Patenapéro. Wir laden alle unsere Bienen Gotti und Götti ein um einen schönen Nachmittag mit uns zu verbringen. Dabei zeigen wir, was wir das Jahr hindurch mit den Bienen erlebt und erreicht haben. Viele Bilder und schöne Geschichten, Begegnungen und Gespräche sind jedes Mal berührend. Nebst Kaffee und Kuchen steht der Besuch bei den Bienen und die Ausstellung im Zentrum.

Diesen Anlass organisieren wir mit viel Vorfreude bereits weit im Voraus. Da wird eingekauft, gebacken, geputzt, recherchiert für die Ausstellung, Kleider bestickt und Fotos zusammengestellt. So auch im 2020. Leider läuft nicht immer alles nach Plan. Köbi hatte nach einer Operation lebensbedrohliche Komplikationen. So wurde klar, dass er am Patenapéro immer noch im Spital sein würde. Sandra beschloss zusammen mit Veit, Lynn, Madlen, Arthur und Tom den Anlass trotzdem durchzuführen.

Mit einem Corona Schutzkonzept, dreimal so viele Tische und Bänke sowie genügend Abstand war auch die Gesundheit aller geschützt. Dank moderner Technik konnte Köbi vom Spital aus via FaceTime dabei sein. Geniesst die schönen Bilder.

der neue Wagen kommt

Nach mehrjähriger Planung, vielen Stunden zeichnen, verbessern, optimieren und visualisieren ging der neue Bienenwagen diesen Frühling in Produktion. Pünktlich auf den Patenapéro sollte er für die Besichtigung vor dem Haus stehen. Sandra ging zusammen mit Veit für die Abnahme zum Wagenbauer Niederberger AG in Dallenwil.

Danach wurde er an einem Samstag mit dem Traktor nach Mühlau gefahren. Das Aufstellen nahm mehr Zeit in Anspruch als vorgesehen und so fuhr Toni erst im Dunkeln wieder nach Hause. Nach dem Patenapéro steht der neue Bienenwagen bis im Frühling 2021 in Merenschwand.

Spezielle Etiketten

Zu jeder Patenschaft gehören 5 bzw. 10 Gläser Honig mit einer persönlichen Etikette. Alle Gotten und Götti unserer Bienen dürfen den Text auf dieser Etikette selber wählen. Wir haben aber auch sehr kreative Paten in unserer grossen Patenfamilie. Diese kreieren ihre Etiketten selber. Das Ergebnis ist super.

Nicht nur für die Patenschaften können individuelle Etiketten designt werden. Auch andere Anlässe bieten sich an persönlichen Honig zu verschenken. Frag uns wir sind offen für alles.

Degustation ohne Probieren

Wie jedes Jahr sind wir für die Aktion „feins us em Dorf“ einen Morgen lang im Volg in Mühlau und bieten Mühlauer Bienenhonig zum Degustieren an. Da in Folge Corona nichts zum Degustieren angeboten werden durfte, ging Sandra mit einer Bilderpräsentation in den Volg.

Honig abfüllen und anschreiben

Nach der Honigernte geht es ans Abfüllen und an die Beschriftung der Honiggläser. Ein grosser Teil unserer Ernte erhalten die Bienenpaten. Diese dürfen ihre Etikette selber wählen. Ein weiterer Teil geht an unsere Firmenkunden für ihre Weihnachtsgeschenke.

Der Honig wird z.T. leicht erwärmt um ihn wieder flüssig zu machen. Da die Abfüllerei im kühlen Keller steht wird der Honig schon mal auf eine witzige Art warm gehalten.

Honigernte 2020

Pfingsten haben wir damit verbracht den Frühlingshonig zu ernten. Der Ertrag entspricht in etwa dem vom letzten Jahr. Der Honig hat einen tiefen Wassergehalt, ist eher dunkel und voll im Aroma. Ein grosses Danke unseren Helfern für ihren Einsatz.

Etwas Farbe gefällig?

Ein paar freie Tage eignen sich wunderbar um am Projekt Bienenwagen weiter zu arbeiten. Während der Wagenbau extern vorankomt, bereiten wir zu Hause die „Details“ vor. Anflug-Nischen für die Bienen streichen.

Goldwespe – Chrysis ignita

Heute konnte ich in den Nisthilfen für unsere Mauerbienen eine besondere Entdeckung machen.
Die Gemeine Goldwespe auch Feuerwespe genannt gehört in die Familie der Goldwespen und misst 4 – 13 mm. Sie fliegen von April bis September und kommen in Europa und Westasien vor. Sie leben parasitisch von Mauer- und Pelzbienen. Die Weibcheln legen ihre Eier in die Nester von Mauerbienen oder Lehmwespen. Die junge Larve frisst als erstes das Ei oder die schon geschlüpfte Larve ihres Wirtes. Danach macht sie sich über die Nahrungsvorräte her. So gesättigt verpuppt sie sich bis sie später als „Imago“ aus dem Totholz ausschlüpft.
Meine Freude an diesem Insekt hat nach dieser Recherche über Google einen kleinen Dämpfer bekommen. Trotzdem teile ich diese schönen Bildern gerne mit euch.

Bücherskorpion

Die Bücherskorpione in Mühlau scheinen unseren Blog zu lesen. Kaum berichten wir von ihnen zeigen sie sich auf unserem Bienenstand. Köbi und Veit haben sich nachts auf die „Lauer“ gelegt und dabei ein paar schöne Bilder von Bücherskorpionen gemacht. Sie helfen uns und den Bienen bei der Varroabekämpfung.

Holzbiene – Xylocopa valga

Fast täglich besucht uns gegen Mittag eine grosse schwarze Biene mit bläulich schimmernden Flügeln. Wir sind fasziniert und stellen euch die Holzbiene vor:

Die Xylocopa valga und Xylocopa violacea sind Holzbienenarten die in Europa vorkommen. Bei uns in der Schweiz trifft man vor allen die Xylocopa valga an. Sie ist durch die bläulich schimmernden Flügel gut zu erkennen. Diese Wildbienenart wird ca. 22 – 28 mm gross und ist schwarz behaart. Sie sind von April bis September anzutreffen. Sie nagen ihre Nester in Totholz und legen eine Generation pro Jahr. Die Brutzellen werden durch Zwischenwände aus mit Speichel verklebten Holzspänen getrennt. Sie legen brotlaibförmigen Larvenproviant der Länge nach in die Zellen und verschliessen die parallel verlaufenden Gänge mit Holzspänen. Die Gänge können sowohl horizontal wie auch vertikal verlaufen. Die Entwicklung vom Ei bis zur schlupfreifen Biene dauert 6 – 8 Wochen.

Sie tragen den gesammelten Pollen in einem Kropf und an Haarbüscheln an den Hinterbeinen ins Nest. Sie bevorzugen Schmetterlingsblütler und Lippenblütler. Bei uns im Garten ist sie vor allem an den Löwenmäulchen und macht ab und zu einen Ausflug in den Mohn.

Im Spätsommer erscheinen beide Geschlechter und überwintern oft in Erdlöchern. Manchmal sind mehrere Tiere über dem Winter im selben Versteck .

Quelle: Bienen Mitteleuropas
Details zum Buch sind unter den Quellenangaben zu finden.

Patenbesuche

Bereits eine Woche ist es her als unsere Bienen von ihren neuen Paten besuch bekommen haben. Ganz Corona Konform in kleinen Gruppen haben die neuen Götti und Gotten gleich selber Hand angelegt und dabei viel Spass gehabt. Hier lassen wir einfach mal Bilder sprechen.