Kontrolle der Varroabehandlung

Noch vor der Operation hat Köbi die Varroabehandlung durchgeführt. Der Plan sah vor, bei der Rückkehr die Kontrolle selber zu machen. Pläne sind zum Ändern da. Da er noch länger im Spital bleiben musste, übernahmen Sandra und Veit die Kontrolle. Während mehreren Tagen arbeiten sie mit der Unterstützung von Tom dem Bieneninspektor in den Bienenhäusern. Natürlich konnte Köbi die beiden nicht ohne „Aufsicht“ lassen und war live via FaceTime dabei.

der andere Patenapéro

Jedes Jahr freuen wir uns ungemein auf den Patenapéro. Wir laden alle unsere Bienen Gotti und Götti ein um einen schönen Nachmittag mit uns zu verbringen. Dabei zeigen wir, was wir das Jahr hindurch mit den Bienen erlebt und erreicht haben. Viele Bilder und schöne Geschichten, Begegnungen und Gespräche sind jedes Mal berührend. Nebst Kaffee und Kuchen steht der Besuch bei den Bienen und die Ausstellung im Zentrum.

Diesen Anlass organisieren wir mit viel Vorfreude bereits weit im Voraus. Da wird eingekauft, gebacken, geputzt, recherchiert für die Ausstellung, Kleider bestickt und Fotos zusammengestellt. So auch im 2020. Leider läuft nicht immer alles nach Plan. Köbi hatte nach einer Operation lebensbedrohliche Komplikationen. So wurde klar, dass er am Patenapéro immer noch im Spital sein würde. Sandra beschloss zusammen mit Veit, Lynn, Madlen, Arthur und Tom den Anlass trotzdem durchzuführen.

Mit einem Corona Schutzkonzept, dreimal so viele Tische und Bänke sowie genügend Abstand war auch die Gesundheit aller geschützt. Dank moderner Technik konnte Köbi vom Spital aus via FaceTime dabei sein. Geniesst die schönen Bilder.

der neue Wagen kommt

Nach mehrjähriger Planung, vielen Stunden zeichnen, verbessern, optimieren und visualisieren ging der neue Bienenwagen diesen Frühling in Produktion. Pünktlich auf den Patenapéro sollte er für die Besichtigung vor dem Haus stehen. Sandra ging zusammen mit Veit für die Abnahme zum Wagenbauer Niederberger AG in Dallenwil.

Danach wurde er an einem Samstag mit dem Traktor nach Mühlau gefahren. Das Aufstellen nahm mehr Zeit in Anspruch als vorgesehen und so fuhr Toni erst im Dunkeln wieder nach Hause. Nach dem Patenapéro steht der neue Bienenwagen bis im Frühling 2021 in Merenschwand.

Spezielle Etiketten

Zu jeder Patenschaft gehören 5 bzw. 10 Gläser Honig mit einer persönlichen Etikette. Alle Gotten und Götti unserer Bienen dürfen den Text auf dieser Etikette selber wählen. Wir haben aber auch sehr kreative Paten in unserer grossen Patenfamilie. Diese kreieren ihre Etiketten selber. Das Ergebnis ist super.

Nicht nur für die Patenschaften können individuelle Etiketten designt werden. Auch andere Anlässe bieten sich an persönlichen Honig zu verschenken. Frag uns wir sind offen für alles.

Degustation ohne Probieren

Wie jedes Jahr sind wir für die Aktion „feins us em Dorf“ einen Morgen lang im Volg in Mühlau und bieten Mühlauer Bienenhonig zum Degustieren an. Da in Folge Corona nichts zum Degustieren angeboten werden durfte, ging Sandra mit einer Bilderpräsentation in den Volg.

Honig abfüllen und anschreiben

Nach der Honigernte geht es ans Abfüllen und an die Beschriftung der Honiggläser. Ein grosser Teil unserer Ernte erhalten die Bienenpaten. Diese dürfen ihre Etikette selber wählen. Ein weiterer Teil geht an unsere Firmenkunden für ihre Weihnachtsgeschenke.

Der Honig wird z.T. leicht erwärmt um ihn wieder flüssig zu machen. Da die Abfüllerei im kühlen Keller steht wird der Honig schon mal auf eine witzige Art warm gehalten.

Honigernte 2020

Pfingsten haben wir damit verbracht den Frühlingshonig zu ernten. Der Ertrag entspricht in etwa dem vom letzten Jahr. Der Honig hat einen tiefen Wassergehalt, ist eher dunkel und voll im Aroma. Ein grosses Danke unseren Helfern für ihren Einsatz.

Etwas Farbe gefällig?

Ein paar freie Tage eignen sich wunderbar um am Projekt Bienenwagen weiter zu arbeiten. Während der Wagenbau extern vorankomt, bereiten wir zu Hause die „Details“ vor. Anflug-Nischen für die Bienen streichen.

Goldwespe – Chrysis ignita

Heute konnte ich in den Nisthilfen für unsere Mauerbienen eine besondere Entdeckung machen.
Die Gemeine Goldwespe auch Feuerwespe genannt gehört in die Familie der Goldwespen und misst 4 – 13 mm. Sie fliegen von April bis September und kommen in Europa und Westasien vor. Sie leben parasitisch von Mauer- und Pelzbienen. Die Weibcheln legen ihre Eier in die Nester von Mauerbienen oder Lehmwespen. Die junge Larve frisst als erstes das Ei oder die schon geschlüpfte Larve ihres Wirtes. Danach macht sie sich über die Nahrungsvorräte her. So gesättigt verpuppt sie sich bis sie später als „Imago“ aus dem Totholz ausschlüpft.
Meine Freude an diesem Insekt hat nach dieser Recherche über Google einen kleinen Dämpfer bekommen. Trotzdem teile ich diese schönen Bildern gerne mit euch.

Bücherskorpion

Die Bücherskorpione in Mühlau scheinen unseren Blog zu lesen. Kaum berichten wir von ihnen zeigen sie sich auf unserem Bienenstand. Köbi und Veit haben sich nachts auf die „Lauer“ gelegt und dabei ein paar schöne Bilder von Bücherskorpionen gemacht. Sie helfen uns und den Bienen bei der Varroabekämpfung.

Holzbiene – Xylocopa valga

Fast täglich besucht uns gegen Mittag eine grosse schwarze Biene mit bläulich schimmernden Flügeln. Wir sind fasziniert und stellen euch die Holzbiene vor:

Die Xylocopa valga und Xylocopa violacea sind Holzbienenarten die in Europa vorkommen. Bei uns in der Schweiz trifft man vor allen die Xylocopa valga an. Sie ist durch die bläulich schimmernden Flügel gut zu erkennen. Diese Wildbienenart wird ca. 22 – 28 mm gross und ist schwarz behaart. Sie sind von April bis September anzutreffen. Sie nagen ihre Nester in Totholz und legen eine Generation pro Jahr. Die Brutzellen werden durch Zwischenwände aus mit Speichel verklebten Holzspänen getrennt. Sie legen brotlaibförmigen Larvenproviant der Länge nach in die Zellen und verschliessen die parallel verlaufenden Gänge mit Holzspänen. Die Gänge können sowohl horizontal wie auch vertikal verlaufen. Die Entwicklung vom Ei bis zur schlupfreifen Biene dauert 6 – 8 Wochen.

Sie tragen den gesammelten Pollen in einem Kropf und an Haarbüscheln an den Hinterbeinen ins Nest. Sie bevorzugen Schmetterlingsblütler und Lippenblütler. Bei uns im Garten ist sie vor allem an den Löwenmäulchen und macht ab und zu einen Ausflug in den Mohn.

Im Spätsommer erscheinen beide Geschlechter und überwintern oft in Erdlöchern. Manchmal sind mehrere Tiere über dem Winter im selben Versteck .

Quelle: Bienen Mitteleuropas
Details zum Buch sind unter den Quellenangaben zu finden.

Patenbesuche

Bereits eine Woche ist es her als unsere Bienen von ihren neuen Paten besuch bekommen haben. Ganz Corona Konform in kleinen Gruppen haben die neuen Götti und Gotten gleich selber Hand angelegt und dabei viel Spass gehabt. Hier lassen wir einfach mal Bilder sprechen.

Aristau – so schnell geht es

Erst noch haben wir den Bienenstand übernommen und mal vorsichtig geplant nächstes Jahr damit anzufangen. Aber irgendwie geht das nicht so mit den „langfristigen Plänen“. Kaum ein paar Minuten freie Zeit schnappt sich Köbi ein Inverter Generator, den Hochdruckreiniger, eine Leiter und geht damit nach Aristau.

Nicht viel später packen auch Madlen und Thuri Eimer und Lappen und machen sich an die Innenreinigung. Nun wird es nicht lange dauern, bis die ersten Bienen einziehen können.

Schlüpfen

Ingo Arndt hat ein wunderschönes Bild in seinem Buch. Es zeigt zwei Arbeiterinnen beim Schlüpfen. Sie haben noch eine Haube auf dem Kopf. Das ist ein Rest ihrer Schutzhülle, die sie umgibt. Schlupfbereite Bienen nagen sich von innen auf die Welt. Von aussen helfen ihre Schwestern den Deckel ihrer Geburtstätte zu entfernen.

Quelle: Honigbienen – Geheimnisvolle Waldbewohner

Himbeeren und Brombeeren

Die Himbeer- und Brombeerblüten sind unscheinbar, doch eine wichtige Trachtpflanze für die Bienen.
Himbeeren, Rubus idaeus, bringen vom Mai bis Anfang Juli einen Nektarwert von 4 und einen Pollenwert von 3. Der Zuckergehalt vom Nektar liegt zwischen 21 und 70%, aus einer Hektare Himbeeren würde es 40 – 120 Kilo Honig geben.
Brombeeren, Rubus fruticosus oder Rubus caesius, bringen sogar bis Anfang August einen Nektarwert von 3 und den gleichen Pollenwert. Hier liegt der Zuckergehalt im Nektar bei 49% und der Ertrag auf eine Hektrare wäre 15 – 26 Kilo.
Diese breite Spanne von Ertrag und Zuckergehalt liegt unter anderem am Standort aber auch an unterschiedlichen Autoren/Auswertungen.
Wilde Himbeeren oder Brombeeren, Gestrüppe am Waldrand, sind also eine sehr wichtige Nahrungsquelle für die Bienen im Sommer. Das die Beeren auch uns eine Freude bereiten ist dabei schon fast Nebensache.

Trachtwertquelle: Bienenweide Günter Pritsch