Totenkopfschwärmer

Diese Überraschung war perfekt. Als Köbi heute an einem Bienenvolk arbeitet hat er im Inneren eines Volkes diesen ausgetrockneten Totenkopfschwärmer gefunden. Er ist beinahe unglaubliche totale 11 cm breit. Welche Geschichte er wohl erzählen könnte….

Blumenfeld in Merenschwand

Ein ungenutzter Gemüsegarten, total mit Unkraut und Gras überwachsen, verwandeln wir kurzerhand in ein Blumenfeld. Kari, der Grundstückbesitzer im Merenschwand, hat uns diesen Gartenteil zur Verfügung gestellt. Hier habe ich nun einen bunten Mix aus Blumensamen verstreut und ein paar Stauden gepflanzt. Nun heisst es warten und geduldig Wasser geben. Ich bin gespannt, was daraus wird. Updates dazu im Herbst.

Blumenfeld beim Bienenstand in Merenschwand

Königin zeichnen im Bienenhaus

Um die Königin in einem Volk schneller zu erkennen markieren wir sie mit einem farbigen Punkt. Jedes Jahr hat eine andere Farbe, diese ist europaweit gleich. Somit erkennt man das Alter der Regentin. In diesem Jahr ist es grün.
Köbi erklärt dies in seinem Youtube Video. Viel Spass

Weitere informative Videos sind immer wieder auf Youtube zu finden.
Bienenzwirbel

Königinnenzucht

Ein wichtiges Standbein unserer Imkerei ist die Königinnenzucht. Dadurch versuchen wir sicherzustellen, dass wir erfolgreiche Mütter unserer Völker haben und uns nie die Regentinnen ausgehen.
Was sind unsere Zuchtziele?

  • Wabentreue, die Bienen bleiben auf den Waben und schützten die Brut und Futter und lassen sich vor ihrem vorhaben kaum stören.
  • Sanftmut, die Bienen sind nicht aggressiv, das Arbeiten mit ihnen mach Freude, gleichzeitig können Sie sich gemeinsam und erfolgreich gegen Feinde zur Wehr setzten.
  • Sauberkeit und Varroaresistenz, Bienen bauen schöne Brutnester, räumen möglichst viele Varroa selber aus dem Stock und halten ihre Nester sauber. Sauberkeit ist überlebenswichtig für ein Bienenvolk.
  • Honigertrag natürlich auch, das gehört dazu, nicht nur als Lohn für unseren Aufwand, sondern um Überlebens fähige Völker zu halten.

Bei der Königinnenzucht liegt Erfolg und Misserfolg sehr nahe beieinander. So darf das ein bis zweitägige Mädli nicht verletzt werden. Die Bienen müssen die Larven in Königinnenzellen einbetten. Die Bienen müssen die Königinnenbrut mit genügend Gelee Royal füttern. Das Wetter muss passen. Danach dürfen die Königinzelle bei einem Transport nicht geschüttelt werden, da die Möglichkeit besteht den Futteranschluss zu verlieren und dadurch zu Grunde geht. Die Gefahr besteht ab dem 10-15 Tag vorher und nachher besteht die Gefahr kaum. Zudem sollten die schlüpfenden Königinnen beim Transport in Apideakästchen vorsichtig erfolgen. Die Königinnen schlüpfen im Apideakästchen wo sie von den Bienen hoffnungsvoll erwartet wird. Zugleich wird die Königin umsorgt und beschützt, manchmal kann man sogar das Quaken der Königin hören. Sie signalisiert dem Bienenvolk ihren Machtanspruch, wenn dieser bestätigt wird, vom Bienenvolk und sich das Bienenvolk einig ist, dann werden alle später schlüpfende Königin aufgebissen und abgestochen. Nach dem Motto: („es kann nur einen geben“) darum sind die Königinnen im Schlupfkäfig ohne Bienen geschützt das meine Arbeit nicht vergebens war. Wenn einmal eine frühzeitig schlüpft. Wenn sie erfolgreiche Hochzeitsflüge hatten und wohlbehalten zurück sind, können sie ein neues Volk aufbauen oder einem bestehenden Volk zugesetzt werden. Das ist jedoch nicht selbstverständlich, Wetter, Vögel und viele weitere Ereignisse spielen mit. Ein neues Volk kann unter Umständen auch eine neu zugesetzte Königin abstechen, weil sich das Bienenvolk nicht einig wurde, über die neue Regentin. Sabotage von einzelnen Bienen wie in der Politik zu vergleichen.
Schlussendlich kann es sein, dass von 24 umgeweiselten Maden lediglich eine Handvoll Königinnen ins nächste Jahr kommen. Bei sorgfältiger Arbeit steigt die Erfolgsquote bis zu 50% und mehr. Jedes Mal ist und bleibt es spannend.

Darum sind die erfolgreichen Königinnen so viel wert für uns und darum werden diese dann gezeichnet, denn im Bienenvolk hat es im April -August 60`000 Bienen und mehr. Da wird es schwierig die Königin schnell zu Orten.

Was bis du für ein Käfer?

Es ist immer wieder spannend, was es im Garten so alles zu entdecken gibt.
Nachdem wir vor 6 Jahren den Blumenstreifen angesäät haben besuchen uns immer wieder interessante Tiere. Nebst vielen verschiedenen Wildbienen und Schmetterlinge auch dieser interessante Käfer.
Leider haben wir noch nicht herausgefunden, was das ist. Hast du eine Idee? Melde dich bei uns, wenn du diesen Käfer kennst.

Patenbesuch

Das Wetter hat uns am 12. Mai einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei eiskaltem und nassem Wetter wollten wir die Bienen nicht stören. Zum Glück sind unsere Paten so flexibel. Wiederum durften wir am 16. Juni vier Gruppen begrüssen. Ob als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk, aus purer Freude an der Idee oder aber langersehnter Wunsch. Gründe für eine Patenschaft gibt es viele. Wir freuen uns immer sehr darüber.

Die spannenden Fragen, das grosse Interesse und die Möglichkeit über das Imkereihandwerk zu berichten fordert uns immer wieder auf’s neue heraus innovativ und auf hohem Niveau unser Hobby zu betreiben. Für die Bienen, für die Natur und für alle Honigschleckmäuler.

Honigernte

Geplant war die Honigernte wie jedes Jahr so Ende Mai. Das Wetter machte den Bienen jedoch ziemlich zu schaffen. Deshalb war am geplanten Wochenende nicht zu machen. Der Honig in den Waben war zu wenig verdeckelt und hatte einen zu hohen Wassergehalt.
Wir mussten die Ernte sogar um zwei Wochen auf Pfingsten verschieben. Damit gingen wir jedoch das Risiko ein, dass der Honig zu fest wurde und wir beim Schleudern die Waben zerreissen. Dementsprechend waren wir gespannt.

Bereits am Donnerstagvormittag ging die Vorbereitung los. Alles Arbeitsmaterial bereitstellen und die Arbeitstrasse einrichten. Wie jedes Jahr durften wir auf unsere Helfer zählen. Diesmal sogar ein erweitertes Team. An dieser Stelle Danke an Madlen, Thuri, Veit und Lynn. Freitag und Samstag haben wir dann Honig geerntet und geschleudert. Der Sonntag nutzten wir um alles wieder aufzuräumen. Bereits am Montag ging es mit dem Abfüllen los.

Da die Bienen im sehr kalten April viel vom eingetragenen Honig selber brauchten und im kaum wärmeren Mai die Hauptblütenzeit vorbei war, waren viele Honigwaben nur zu einem Drittel oder noch weniger gefüllt.
Demzufolge fiel der Frühlingshonigertrag gering aus, aber eben das ist die Natur.
Gleichzeitig jedoch hat der Honig einen tiefen Wassergehalt. Dies ist für die Haltbarkeit und Qualität sehr gut und der Honig wird dadurch kräftiger und aromatischer im Geschmack. Als Schattenseite davon wird der Honig bereits im Kessel schnell hart.
Darum haben wir gleich allen Honig in Gläser abgefüllt.

Fazit: geringer Ertrag in hoher Qualität.

knappe Ernte

Schon jetzt zeichnet es sich ab, die Honigernte im 2019 wird überall knapp ausfallen. Bereits mit der Frühlingshonigernte hat sich dies bestätigt. Die unwirtlichen Wetterbedingungen im ersten Halbjahr machten es den Bienen schwer einen Honigvorrat anzulegen. Regionale Imkerfreunde aber auch ein Imker im Allgäu, den wir in den Ferien kennengelernt haben, erzählen das gleiche. Wer die Bienen nicht füttern musste, und dadurch ganz auf eine Ernte verzichten muss, konnte nur wenig Honig gewinnen.

Das bedeutet in unserem Fall, dass wir nicht alle bestehenden Kunden beliefern können. Wir hoffen, dass uns diese Kunden trotzdem die Treue halten und Verständnis für die Launen der Natur aufbringen.