Kontrollgang im Winter

Da weder Bienen noch Varroa im Winter schlafen geht Köbi die Arbeit nicht aus.
Wöchentlich kontrolliert er die Bienen bzw. die Unterlagen in den Bienenstöcken auf die Varroa Milben. Dieses Jahr sind sie besonders hartnäckig.

Varroa Behandlung im Schaukasten

Der Schaukasten steht im Garten. So können wir täglich beobachten wie es unseren Bienen geht. Diese Beobachtungen können wir auf die grossen Völker adaptieren und so früh genug reagieren.

So können wir genau beobachten was eigentlich bei der Ameisensäurebehandlung im Volk genau geschieht. Diese Erkenntnisse geben Köbi Grundlagen für seine Varroabehandlung. Es reicht nicht aus auf den „altbekannten“ Methoden zu bleiben. Es scheint, als ob die Milbe ebenfalls aus den Varroabehanldungen lernt.

Varroa Kontrolle und Befall

Varroa Milben sind eine grosse Herausforderung für uns Imker. Wir helfen den Bienen sich gegen diese Milben zu behaupten.
– Drohnenschnitt
– Bannwaben Vefahren
– Ameisensäure Behandlung
– Oxalsäure Behandlung

Dabei ist die Hygiene sehr wichtig.

Honigertrag 2019

Wie bereits vermutet ist auch die Sommerhonig Ernte tiefer als im Vorjahr ausgefallen. Viele fragen uns warum.

Dazu gibt es mehrere Gründe. Die Frühlingsernte was tief, weil die Bienen den Honig fast vollständig selber benötigten. Wie kam es dazu? Der früh startende Frühling hat die Flora schon im Februar / März zur vollen Blüte getrieben. Danach gab es nochmals einen langen Wintereinbruch. Die Bienen blieben im Stock und nutzen die bereits eingetragene Ernte als Notvorrat. Nachdem der Winter sich wieder zurück gezogen hatte, war die grosse Blütenpracht vorbeit und das Nahrungsangebot gering. Somit wurde die Frühlingsernte von den Bienen grossteils selber benötigt.

Durch die Umstellung auf das Bannwabenverfahren waren die Völker im Sommer kleiner als im Vorjahr. Weniger Personal – weniger Ertrag, eine einfache „Milchbüechlirechnung“. Hinzu kommt, dass im Vorjahr die Sommerhonigernte eher hoch war. Honigtau gibt es nicht jedes Jahr gleichviel. In der Regel folgt auf ein starkes Jahr ein schlechteres.

Das ist die Natur, einmal reich beschert einmal mager gehalten. Wir können unseren Paten Ihren Honiganteil übergeben. Grossaufträge zum Weihnachtsgeschäft müssen wir in diesem Jahr leider ablehnen.

goldgelber Honig

Königin zeichnen im Bienenhaus

Um die Königin in einem Volk schneller zu erkennen markieren wir sie mit einem farbigen Punkt. Jedes Jahr hat eine andere Farbe, diese ist europaweit gleich. Somit erkennt man das Alter der Regentin. In diesem Jahr ist es grün.
Köbi erklärt dies in seinem Youtube Video. Viel Spass

Weitere informative Videos sind immer wieder auf Youtube zu finden.
Bienenzwirbel

Königinnenzucht

Ein wichtiges Standbein unserer Imkerei ist die Königinnenzucht. Dadurch versuchen wir sicherzustellen, dass wir erfolgreiche Mütter unserer Völker haben und uns nie die Regentinnen ausgehen.
Was sind unsere Zuchtziele?

  • Wabentreue, die Bienen bleiben auf den Waben und schützten die Brut und Futter und lassen sich vor ihrem vorhaben kaum stören.
  • Sanftmut, die Bienen sind nicht aggressiv, das Arbeiten mit ihnen mach Freude, gleichzeitig können Sie sich gemeinsam und erfolgreich gegen Feinde zur Wehr setzten.
  • Sauberkeit und Varroaresistenz, Bienen bauen schöne Brutnester, räumen möglichst viele Varroa selber aus dem Stock und halten ihre Nester sauber. Sauberkeit ist überlebenswichtig für ein Bienenvolk.
  • Honigertrag natürlich auch, das gehört dazu, nicht nur als Lohn für unseren Aufwand, sondern um Überlebens fähige Völker zu halten.

Bei der Königinnenzucht liegt Erfolg und Misserfolg sehr nahe beieinander. So darf das ein bis zweitägige Mädli nicht verletzt werden. Die Bienen müssen die Larven in Königinnenzellen einbetten. Die Bienen müssen die Königinnenbrut mit genügend Gelee Royal füttern. Das Wetter muss passen. Danach dürfen die Königinzelle bei einem Transport nicht geschüttelt werden, da die Möglichkeit besteht den Futteranschluss zu verlieren und dadurch zu Grunde geht. Die Gefahr besteht ab dem 10-15 Tag vorher und nachher besteht die Gefahr kaum. Zudem sollten die schlüpfenden Königinnen beim Transport in Apideakästchen vorsichtig erfolgen. Die Königinnen schlüpfen im Apideakästchen wo sie von den Bienen hoffnungsvoll erwartet wird. Zugleich wird die Königin umsorgt und beschützt, manchmal kann man sogar das Quaken der Königin hören. Sie signalisiert dem Bienenvolk ihren Machtanspruch, wenn dieser bestätigt wird, vom Bienenvolk und sich das Bienenvolk einig ist, dann werden alle später schlüpfende Königin aufgebissen und abgestochen. Nach dem Motto: („es kann nur einen geben“) darum sind die Königinnen im Schlupfkäfig ohne Bienen geschützt das meine Arbeit nicht vergebens war. Wenn einmal eine frühzeitig schlüpft. Wenn sie erfolgreiche Hochzeitsflüge hatten und wohlbehalten zurück sind, können sie ein neues Volk aufbauen oder einem bestehenden Volk zugesetzt werden. Das ist jedoch nicht selbstverständlich, Wetter, Vögel und viele weitere Ereignisse spielen mit. Ein neues Volk kann unter Umständen auch eine neu zugesetzte Königin abstechen, weil sich das Bienenvolk nicht einig wurde, über die neue Regentin. Sabotage von einzelnen Bienen wie in der Politik zu vergleichen.
Schlussendlich kann es sein, dass von 24 umgeweiselten Maden lediglich eine Handvoll Königinnen ins nächste Jahr kommen. Bei sorgfältiger Arbeit steigt die Erfolgsquote bis zu 50% und mehr. Jedes Mal ist und bleibt es spannend.

Darum sind die erfolgreichen Königinnen so viel wert für uns und darum werden diese dann gezeichnet, denn im Bienenvolk hat es im April -August 60`000 Bienen und mehr. Da wird es schwierig die Königin schnell zu Orten.

Honigernte

Geplant war die Honigernte wie jedes Jahr so Ende Mai. Das Wetter machte den Bienen jedoch ziemlich zu schaffen. Deshalb war am geplanten Wochenende nicht zu machen. Der Honig in den Waben war zu wenig verdeckelt und hatte einen zu hohen Wassergehalt.
Wir mussten die Ernte sogar um zwei Wochen auf Pfingsten verschieben. Damit gingen wir jedoch das Risiko ein, dass der Honig zu fest wurde und wir beim Schleudern die Waben zerreissen. Dementsprechend waren wir gespannt.

Bereits am Donnerstagvormittag ging die Vorbereitung los. Alles Arbeitsmaterial bereitstellen und die Arbeitstrasse einrichten. Wie jedes Jahr durften wir auf unsere Helfer zählen. Diesmal sogar ein erweitertes Team. An dieser Stelle Danke an Madlen, Thuri, Veit und Lynn. Freitag und Samstag haben wir dann Honig geerntet und geschleudert. Der Sonntag nutzten wir um alles wieder aufzuräumen. Bereits am Montag ging es mit dem Abfüllen los.

Da die Bienen im sehr kalten April viel vom eingetragenen Honig selber brauchten und im kaum wärmeren Mai die Hauptblütenzeit vorbei war, waren viele Honigwaben nur zu einem Drittel oder noch weniger gefüllt.
Demzufolge fiel der Frühlingshonigertrag gering aus, aber eben das ist die Natur.
Gleichzeitig jedoch hat der Honig einen tiefen Wassergehalt. Dies ist für die Haltbarkeit und Qualität sehr gut und der Honig wird dadurch kräftiger und aromatischer im Geschmack. Als Schattenseite davon wird der Honig bereits im Kessel schnell hart.
Darum haben wir gleich allen Honig in Gläser abgefüllt.

Fazit: geringer Ertrag in hoher Qualität.

Drohnenbrut, bereit zum Schneiden

Wabe mit Drohnenbrut

Diese Drohnenbrut ist bereit zum Ausschneiden. Es wird nie die ganze Drohnenbrut geschnitten, denn die Bienen brauchen Drohnen (männliche Bienen). Darum lasse ich immer Drohnen, diese schlüpfen im Volk. Diese Brutwabe (Drohnenbrutwabe) wird zu 2/3 geschnitten und wieder in das Volk gehängt. Somit kann ein Teil der Drohnen schlüpfen. Erst in zwei Wochen wird der ganze Drohnenrahmen ausgeschnitten. Das mache ich den ganzen Frühling lang und bis in den Sommer hinein. In diesem Baurahmen befindet sich die von den Bienen selbst erbaute Drohnenzellen. Im Bienenvolk sind zwischen 1-4 solche Baurahmen. So kann ich gut mit den Drohnenschnitt arbeiten und den Bienen auch immer Drohnen zum Schlüpfen lassen. Das ist ein wichtiger Teil des Varroa Konzept. Damit kann ich bis zu 80% der Milben aus dem Stock entfernen ohne Einsatz von chemische Mitteln wie Ameisensäure oder Oxalsäure.

Denn wenn der Honigraum aufgesetzt ist, werden keine chemischen Mittel mehr verwendet. Sobald der Honigraum im Bienenstock ist wird nichts gegen die Varroa mit irgendwelchem Mittel herumgebastelt. So haben meine Bienen und ich gute Arbeit geleistet und wir haben bis weit in den Herbst kein Varroa Problem! Darum liebe ich meinen Honig so sehr und du?

Apinella Früherkennung des kleinen Beutenkäfers

Der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) ist ein gefürchteter Bienenschädling. Die ausgewachsenen Käfer und die Larven fressen Honig, Pollen und bevorzugt Bienenbrut.
Der Kleine Beutenkäfer versteckt und vermehrt sich in verborgenen Winkeln des Bienenstocks. Die Käfer schwärmen bis ca. 15 km weit aus und befallen neue Völker. In Süditalien sind alarmierende Fälle aufgetreten. In der Schweiz ist noch kein Vorkommen gemeldet. Doch die Situation in Italien verlangen auch von Schweizer Imkerinnen und Imkern erhöhte Aufmerksamkeit und die regelmässige Kontrolle der eigenen Bienenvölker.
Mit einem nationalen Programm Apinella werden zusätzliche Massnahmen zur Früherkennung des Kleinen Beutenkäfers ergriffen. In der ganzen Schweiz kontrollieren Sentinel-Imker (Vertrauensimker) regelmässig ihre Bienenvölker, um ein Auftreten des kleinen Beutenkäfers so rasch wie möglich zu erkennen. Hierbei werden bevorzugt Bienenstände in Grenznähe oder an internationalen Güterverkehrslinien ausgewählt.

Hierbei machen auch wir mit. Konkret bedeutet dies, dass wir alle 14- Tage 25 Diagnose-Fallen für 48 Stunden in den Bienenstöcken platzieren. Diese werden danach auf einen Befall geprüft. Eine Aufgabe, bei deren wir hoffen nie „Erfolg“ zu haben.

Mehr Informationen zum Programm

alte Honigwaben entfernen

Futterwaben wurden zum Ausräumen in die Bienenstöcke gegeben. Dazu werden diese leicht aufgekratzt, so dass die Bienen das Futter ausräumen. Die leeren Waben können nun entfernt werden.

Einengen der Bienenvölker

Die Bienenvölker im Schweizerkasten werden eingeengt. Dabei werden die Futterwaben umgestellt, so dass diese umgelagert werden. Die Bienen tragen alles Futter auf eine Wabe, diese kann bei Bedarf entfernt werden. Gleichzeitig können die alte Futterwaben entfernt werden. Mit dieser Massnahmen werden die starken Völker bewusst etwas in der Entwicklung gestoppt und gleichzeitig die Erneuerung des Wabenbaus eingeläutet. Aber seht selber im Video.

Bannwaben

Wir bieten nun auch Bannwaben für interessierte Imker an. Diese sind 1mm dick und aus hochwertigem Chromstahl. Die Öffnungen entsprechen mit 4.2mm einem Absperrgitter. Warum Chromstahl? Chromstahl lässt sich sehr gut reinigen, ist säurebeständig und härter als Aluminium. Diese Eigenschaften entsprechen unseren hohen Anforderungen. Die Gitter sind gut stapelbar und finden vielseitige Verwendung. Sie eignen sich um Weiselzellen zu schützen oder um beim Bannwabenverfahren die Königin zu isolieren. Interessiert? Mehr Informationen dazu hier: www.bienenzwirbel.ch
Bestellungen und Reservationen direkt bei
j…@bienenzwirbel.ch