Bücherskorpion

Die Bücherskorpione in Mühlau scheinen unseren Blog zu lesen. Kaum berichten wir von ihnen zeigen sie sich auf unserem Bienenstand. Köbi und Veit haben sich nachts auf die „Lauer“ gelegt und dabei ein paar schöne Bilder von Bücherskorpionen gemacht. Sie helfen uns und den Bienen bei der Varroabekämpfung.

Holzbiene – Xylocopa valga

Fast täglich besucht uns gegen Mittag eine grosse schwarze Biene mit bläulich schimmernden Flügeln. Wir sind fasziniert und stellen euch die Holzbiene vor:

Die Xylocopa valga und Xylocopa violacea sind Holzbienenarten die in Europa vorkommen. Bei uns in der Schweiz trifft man vor allen die Xylocopa valga an. Sie ist durch die bläulich schimmernden Flügel gut zu erkennen. Diese Wildbienenart wird ca. 22 – 28 mm gross und ist schwarz behaart. Sie sind von April bis September anzutreffen. Sie nagen ihre Nester in Totholz und legen eine Generation pro Jahr. Die Brutzellen werden durch Zwischenwände aus mit Speichel verklebten Holzspänen getrennt. Sie legen brotlaibförmigen Larvenproviant der Länge nach in die Zellen und verschliessen die parallel verlaufenden Gänge mit Holzspänen. Die Gänge können sowohl horizontal wie auch vertikal verlaufen. Die Entwicklung vom Ei bis zur schlupfreifen Biene dauert 6 – 8 Wochen.

Sie tragen den gesammelten Pollen in einem Kropf und an Haarbüscheln an den Hinterbeinen ins Nest. Sie bevorzugen Schmetterlingsblütler und Lippenblütler. Bei uns im Garten ist sie vor allem an den Löwenmäulchen und macht ab und zu einen Ausflug in den Mohn.

Im Spätsommer erscheinen beide Geschlechter und überwintern oft in Erdlöchern. Manchmal sind mehrere Tiere über dem Winter im selben Versteck .

Quelle: Bienen Mitteleuropas
Details zum Buch sind unter den Quellenangaben zu finden.

Himbeeren und Brombeeren

Die Himbeer- und Brombeerblüten sind unscheinbar, doch eine wichtige Trachtpflanze für die Bienen.
Himbeeren, Rubus idaeus, bringen vom Mai bis Anfang Juli einen Nektarwert von 4 und einen Pollenwert von 3. Der Zuckergehalt vom Nektar liegt zwischen 21 und 70%, aus einer Hektare Himbeeren würde es 40 – 120 Kilo Honig geben.
Brombeeren, Rubus fruticosus oder Rubus caesius, bringen sogar bis Anfang August einen Nektarwert von 3 und den gleichen Pollenwert. Hier liegt der Zuckergehalt im Nektar bei 49% und der Ertrag auf eine Hektrare wäre 15 – 26 Kilo.
Diese breite Spanne von Ertrag und Zuckergehalt liegt unter anderem am Standort aber auch an unterschiedlichen Autoren/Auswertungen.
Wilde Himbeeren oder Brombeeren, Gestrüppe am Waldrand, sind also eine sehr wichtige Nahrungsquelle für die Bienen im Sommer. Das die Beeren auch uns eine Freude bereiten ist dabei schon fast Nebensache.

Trachtwertquelle: Bienenweide Günter Pritsch

Mauerbienen – Osmia

Es gibt alleine in der Schweiz 57 Mauerbienenarten. Mauerbienen sind zwischen 4-15 mm lang, Einzelne Bienenarten sind von Laien kaum zu erkennen. Selbst Experten können gewisse Arten nur nach einer Analyse toter Bienen bestimmen.
So etwas möchten wir auf keinen Fall machen. Uns reicht es, wenn wir wissen, dass die meisten Solitärbienen, die in Hohlräumen brüten, zu den Osmia – Mauerbienen gehören.
Einfache Holzscheiben an der Wetter abgewandten Seite an Hauswänden aufhängen und mit Löcher von 4-8mm bebohren. Oft dauert es nicht lange und die ersten Bienen ziehen ein.

Diese Wildbienenarten fliegen vom März bis im September. Sie legen in der Regel eine Generation pro Jahr. Die Nistweisen sind vielfältig. Meistens nutzen sie bereits vorhandene Hohlräume wie Käferfrassgänge in Totholz, hohle Pflanzenstängel, Fels-, Mauer- und Erdspalten, unter Steinen oder in Schneckengehäusen. Mindestens acht mitteleuropäische Arten sind fähig selber Gänge in Totholz, Rinde oder im Mark von Stängeln anzulegen. Viele Mauerbienen bauen Zellzwischenräume, Nestverschlüsse oder ganze Zellen mit Hilfe von Speichel aus zerkautem Blattmaterial, Harz oder mit Steinchen vermischte Erde. Diese Bienenart legt die Verproviantierung direkt zur Larve.
Die Art Osmia aurlenta nisten in Schneckenhäuser.

Quelle: Bienen Mitteleuropas
Details zum Buch sind unter den Quellenangaben zu finden.

Wie lange noch?

Es scheint, als würden sie demnächst ausfliegen. Die Kohlmeisen in unserem Garten. Alle sechs sind gross und kräftig mit prächtigem Gefieder..

langsam wirds eng

nächtlicher Besucher

Am Kompost ist ein Loch. Dieses ist immer wieder aufgegraben. Gespannt stellen wir eine Fotofalle auf und entdecken dabei unseren nächtlichen Besucher.

Bücherskorpion

Ein kleines, nur wenige Milimeter grosses Spinnentier, dem seine winzigen Scheren das Erscheinungsbild eines Skorpions geben. Sie waren in alten Bienenbehausungen aus Stroh zu finden. Bücherskorpione ernähren sich von Tracheen Milben und vermutlich auch von Varroa Milben. In den heutigen Bienenstöcken finden sie leider kaum Versteckmöglichkeiten und überleben auch die Varroabehandlungen mit Ameisensäure nicht.

Schade, es wäre ein wertvoller Mitbewohner der Bienen.
Vor ein paar Jahren haben wir einzelne Bücherskorpione beobachtet. Doch so schöne Bilder, wie die aus dem Buch von Ingo Arndt, konnten wir nicht machen.

Quelle: Honigbienen – Geheimnisvolle Waldbewohner

es geht ihnen gut

Aktueller Lagebericht aus unseren Vogelhäusern: alle Jungen sind geschlüpft und es geht ihnen gut. Die Eltern haben einen riesigen Beschaffungsstress aber machen ihre Sache sehr gut. 7 Blaumeisen in Merenschwand und 6 Kohlmeisen in Mühlau.

alle Jahre wieder…

… ziehen in unseren Vogelhäusern Kohl- und Blaumeisen ein. Auch dieses Jahr, im Garten in Mühlau hat es 6 Kohlmeisen-Eier und in Merenschwand 7 Blaumeisen. Hoffen wir, dass die Eltern alle Jungen ins Leben bringen.

Trachtpflanzen

Endlich öffnen die Gartenzenter ihre Tore wieder.
Höchste Zeit etwas Gartenplanung zu machen.
Willst du deinen Garten besonders Bienen freundlich gestalten?
Blumen- und Blütensträucher haben unterschiedliche Blühzeit und Trachtwerte.
In einem ausgewogenen Garten sollten über die ganze Blütenperiode Blüten mit möglichst hohen Trachtwerten blühen.
Trachwert = Wertangabe für Nektar oder Pollen 1=gering/4=sehr gut
Hier ein paar Tipps dazu:

PflanzennameBlütenzeitNektarPollen
LöwenzahnApril – Juni34
RapsMai – Juni44
Klee (Rot-/Weiss-/Stein-)Mai – September43
Salbei (blühend)Mai – September31
AlliumMai-August32
Korn- oder FlockenblumeMai – September32
MohnMai – Juli03
Akelei (Narrenkappe)Mai – Juli23
Fenchel (blühend)Juni – August42
Zwiebelnd (blühend)Juni – August32
WickenJuni – August31
Phacelia (Gründünger)Juni – September43
BorretchJuni – September42
Seedum ode FetthenneJuni – September32
NatterkopfJuni – September32
Edel- oder KugeldistelnJuli – August32
DuftnesselnJuli – September32
Ysops (blühend)Juli – September41
FackellilieJuni – September33
WegwarteJuli – September33
BuchweizenJuli – September43
Rudbeckia, SonnenhutJuli – September33
Helenium, SonnenbrautJuli – September34
EchinaceaJuli – September22
SonnenblumenJuli – September33

Trachtwertquelle: Bienenweide Günter Pritsch

das ist kein Kaminfeger

Was raschelt da so seltsam im Kaminrohr? Da unser Cheminée noch nicht installiert wurde hängt ein Kaminrohr, verdeckt mit einem Sack, aus der Deckel. Heute hat es darin so seltsam geraschelt. Nachdem wir den Sack aufgeschnitten haben, konnte sich eine Hornissenkönigin befreien. Sie schien etwas geschwächt. Daher haben wir sie etwas mit unserem Frühstückshonig gefüttert. Frisch gestärkt ist sie davongeflogen.
Auf wiedersehen…

ersehnter Besucher

Schon seit längerer Zeit hoffe ich, dass wieder einmal ein Igel bei uns einzieht. Er soll mir beim Schnecken bekämpfen helfen. Dazu hat Köbi mehrere Bauten und Unterschlüpfe im Garten kreiert.

Im Igel Iglu ist nun ein kleiner Igel eingezogen. Er hat uns dies mit seinen „Hinterlassenschaften“ Kund getan. 😉
Heute habe ich ihn nun auch im Garten gesehen.

Schwertransport auf Sparflamme

Heute im PM 05/2020 gelesen:
Lange mussten sich Hummeln mit dem Vorurteil herumschlagen, sie seien eigentlich zu fett zum Fliegen. Dabei sind sie Meister des Luftfrachttransports: Sie können bis zu 80 Prozent ihres Körpergewichts an Pollen und Nektar heim ins Nest tragen. Ist eine Hummel schwer bepackt, schaltet sie in den Energiesparmodus, wie Forscher der University of California nun herausfanden. Anstatt das Gewicht durch schnellere Flügelschläge und höheren Krafteinsatz auszugleichen, verändern sie ihren Flugstil minimal. So steigt ihr Energieverbrauch pro Lasteneinheit nicht an, sondern sinkt in manchen Fällen sogar. Warum Hummeln diesen Modus nicht auch unbeladen nutzen, ist noch unklar. Womöglich kostet er sie Wendigkeit und Stabilität.

überraschende Besucher

Eine kleine Geschichte:
Wir haben seit vielen Jahre ein Vogelhaus am Gartenhaus. Dieses ist bei den Kohlmeisen sehr beliebt und jedes Jahr bewohnt. Es steht direkt vor meinem Bürofenster.
Auch in diesem Jahr ist wieder ein Kohlmeisenpaar eingezogen. Doch plötzlich kann ich beobachten, wie die Meisen nur noch bis zum Fenster fliegen und dann wieder verschwinden. Irgend etwas scheint da nicht zu stimmen und wir schauen hinein.
Es hat sich im Vogelhaus eine Hummelkönigin breit gemacht. Mit lautem grimmigen brummen wehrt sie sich gegen jeden Besucher.
Nach ein paar Tagen tun mir die Kohlmeisen leid und wir beschliessen die Hummelkönigin umzuplatzieren.
Köbi öffnet das Vogelhaus und wartet, bis die Königin wütend ausfliegt. Gemeinsam verschieben wir das Nest in die Hummelwohnung und halten diese Behausung an Stelle des Vogelhauses ans Gartenhaus. Die Hummelkönigin umkreist ihn gefährlich summend und zieht nach ein paar Runden ein.
Nun können wir die Hummelwohnung zurück unter den Baum stellen und hoffen, dass sie ihr neues zu Hause akzeptiert.

Nach einer Woche schauen wir wieder hinein. Sie hat bereits Töchter und scheint sich wohl zu fühlen. Das Vogelhaus hängen wir nach ein paar Tagen wieder auf. Es wird sich zeigen, ob die Kohlmeisen nun doch noch einziehen.

Raps

Winter- oder Sommer Raps
Brassica napsus subsp. napsus
Ölraps gehört zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae)
Ursprünglich stammt der Raps aus dem Mittelmehrgebiet und kann zwischen 1-2 Meter hoch werden.
Er ist zweijährig und überwintert als Blattrosette. Die Blätter sind unten gefiedert und oben herzförmig. Raps ist die bedeutendste Ölfrucht unserer Landwirtschaft und eignet sich auch als Futterpflanze. Er wird Mitte August ausgesät. Raps blüht in der Regel Ende April bis im Mai. Für Bienen ist er eine herausragende Quelle für Nektar und Pollen. In beidem liegt der Wert bei 4 (Skala 1-4). Raps gibt dem Honig eine herausstechende Note im Aroma.

Quelle: Bienenweide von Günter Pritsch

Blumen im Garten, warum?

Eigentlich ist das keine Frage. Gerade in einer Zeit wie dieser, in der der Bewegungsradius auf Wohnung – Balkon oder Haus – Garten geschrumpft ist, bereiten Blumen Freude.
Für mich ist dies ein kostbares Gut geworden, dass ich jeden Tag geschätzt und genossen habe. Über Whats App habe ich meine Freude mit meinen Freunden geteilt. Hast du das auch gesehen? Hier ein paar Erinnerungen daran.

Tulpen, Narzissen und Primeln haben einen sehr schlechten Trachtwert. Trachtwert bedeutet, wie gut der Nektar oder Pollengehalt einer Pflanze ist, dass also, was den Honig- oder Wildbienen und Schmetterlingen Nahrung gibt.
Doch sind wir ehrlich, es gibt kaum etwas schöneres als diese ersten Frühlingsboten.
Ich werde im Blog in loser Folge etwas über gute Trachpflanzen für üppige Bienenweiden schreiben.
Details zum Buch sind unter den Quellenangaben zu finden.

die Wildblumenwiese vorbereitet

Im letzten Jahr war sie herrlich anzusehen. Damit es auch in diesem Jahr wieder so bunt blüht braucht es etwas vorarbeit. Unkraut und Stauden entfernen, hacken und neu einsäen. Den Rest überlassen wir wieder der Natur.