Wildbienen im Paradies

Immer wieder bin ich begeistert und erfreue mich an den vielen Besuchern rund um unser Haus. Hier ein paar Eindrücke.

Honigernte – leere Kessel im 2021

Bereits im Frühling machte der späte Frost und die erfrorenen Blüten den Bienen das Leben schwer. Trotzdem gaben uns die Bienen einen Anteil vom Honig ab. Doch im Sommer ist es noch viel schlimmer. Lange Regenperioden und Überschwemmungen verhinderten die Bildung von Honigtau auf den Bäumen.

Mit viel Aufwand gelang es uns ein paar wenige Kilo Sommerhonig zu ernten. Der gesamte Honigertrag unserer Imkerei reicht gerade aus um unseren Paten ihren Anteil am Honig zu übergeben. Darüber freuen wir uns.

Daher müssen wir bereits jetzt ein „Ausverkauft“ Schild an die Tür hängen.

kein Futter – wir müssen reagieren

Die Region versinkt im Wasser. Eine Regenperiode jagt die nächste. Erholung ist nicht in Sicht. Alles steht unter Wasser oder wurde vom Hagel zerstört. Die Bienen finden kaum mehr Pollen und Nektar, wenn sie dann mal kurze Flugfenster haben.

Die Lage ist kritisch und wir müssen reagieren. Die Bienen brauchen Futter. Daher räumen wir die Honigräume ab und beginnen mit der Winterfütterung. Dies tun wir normalerweise erst im August. Doch warten wäre für die Bienen fatal. So verzichten wir lieber auf eine allfällige Honigernte – die ist so oder so nicht in Aussicht.

Wir benötigen fast 1.4 Tonnen Apivert. Das ist ein Futtersirup für Bienen. Diesen füllen wir in grosse Einmachgläser von ca. 5 Liter ab und stellen sie so auf die Öffnung im Abdeckbrett der Bienen. Ein Volk schafft es diese Menge über Nacht in die Waben einzulagern. Dies wiederholen wir so lange, bis wir glauben, dass die Bienen genug Futter für den Winter eingelagert haben.

Kontrollen

Die Bienenvölker müssen laufend kontrolliert werden:
– hat es eine Königin?
– ist das Volk gesund?
– fliegen die Bienen?
– aus was besteht das Gemüll?
– wie sieht das Brutnest aus?
– haben sie genügend Futter?
– wie ist die Varroabelastung?

Sturm in Aristau

In der Nacht vom Montag auf den Dienstag fegte eine Sturmwalze durchs Land und hinterliess schwere Schäden. Auch das im Frühling renovierte Bienenhaus in Aristau war davon betroffen. Die ganze Baumreihe vor dem Bienenhaus wurde umgerissen.

Wir hatten Glück im Unglück. Nur das Dach wurde beschädigt. Mit grossen Planen und Stämmen konnten wir das Bienenhaus wieder Wasserdicht machen. Nach und nach wird der Schaden weggeräumt und geflickt.

Das Wasser stieg gegen Ende Woche immer höher und wir bangten um die untere Reihe Bienenkästen. Am Wochenende konnten wir aufatmen, der Damm hielt und das Wasser ging zurück. Hier einige Impressionen.

laufend Aktuelles

Wie ihr sicher gemerkt habt klappt es nicht so ganz mit regelmässigen Einträgen auf dem Blog. Zeit ist ein rares Gut und irgendwie verbringe ich die lieber im Garten, bei den Bienen oder sonstwo weit weg vom PC. Trotzdem versuche ich immer mal wieder stelle neues hinein zu stellen.

Köbi ist jedoch aktiver auf Instagram und YouTube und hat da viele Follower und Abonnenten. Schaut doch auch da hinein und folgt oder abonniert ihn.

Neue Völker

Nur selten kommt ein Schwarm einfach so angeflogen. Neue Völker bilden ist ein grosser Aufwand. Da unser Bienenhaus in Aristau jedoch bezugsbereit ist macht Köbi bei schönem Wetter möglichst viele Jungvölker.

Die Jungvölker kommen in den Ablegerkisten in den Keller. Hier bekommen sie Wasser.
Danach geht es weiter in den Bienenstand nach Aristau. Dieser ist inzwischen schon gut besetzt.

Königinn kommuniziert

Wenn die Königin ihre Herrschaft unterstreichen will macht sie das durch Kommunikation. Dabei reibt sie ihre Flügel aneinander und erzeugt so einen Ton.
Köbi hat diesen Moment erwischt und für uns gefilmt.

Ein Schwarm kommt zu uns

Köbi ist auf dem Bienenstand in Mühlau am Arbeiten. Dabei beobachtet er, wie sich viele Bienen vor einer leeren Beute tummeln (Beute = Bienenbehausung). Es sieht aus, als ob Kundschafterbienen eines Schwarms ein neues zu Hause sondieren. Er beobachtet seine Völker und stellt fest, dass diese ruhig sind. Von diesen will keines schwärmen. Daher arbeitet er weiter.

Es vergeht eine Weile und plötzlich werden es immer mehr Bienen.

Ein fremdes Bienenvolk zieht bei uns ein. Gemütlich kann Köbi daneben sitzen und kommt so zu einem neuen Volk. Als sie etwas ruhiger geworden sind gibt er ihnen Futter- und Brutwaben.

So geht das 🙂

Patenbesuchstage bei schönem Wetter

Am zweiten Wochenende hatten wir mehr Glück mit dem Wetter. Viele glückliche, erstaunte und begeisterte Paten haben uns besucht. Es hat allen viel Spass gemacht.
Vor allem die Königinnen vermochten zu begeistern. Hier ein paar Impressionen.

Patenbesuche

Jedes Jahr laden wir die neuen Paten ein. Zusammen mit uns ihr eigenes Volk zu bilden. In diesem Jahr sind es einige, da im letzten Jahr viele nicht kommen konnten. Leider war das Wetter am ersten Wochenende nicht so optimal. Trotzdem hat es allen gefallen.

Schwarmfänger filmen

Die Bienen aus dem Schwarm sammeln sich am Schwarmfänger. Köbi hat die zuvor eingefangene Königin im Königinnengitter daran befestigt, so dass alle Bienen zu ihr fliegen. Da dies so selten zu beobachten ist, filmt er dieses Ereignis zusammen mit Thuri für den YouTube Kanal.

der Himmel voller Bienen

Sehr selten hat man die Gelegenheit ein Bienenvolk beim Schwärmen zu beobachten. Wir hatten das Glück. Köbi und Thuri waren gerade im Garten, als die Bienen ausflogen. Dabei geht es relativ schnell sehr laut zu und her. Zuerst fliegen nur ein paar Bienen um den Stock herum. Dann werden es immer mehr und plötzlich ist der Himmel voller Bienen und es summt ganz laut. Ein eindrücklies Spektakel.

Bienentränke

Jede gefahrenfreie Wassertränke ist eine gute Tat für die Bienen. Dazu kann einfach ein Unterteller oder Topf mit Moos aufgestellt werden. Dieser muss nun immer mit Wasser gefüllt sein. So können die Bienen auf dem Moos sitzen und Wasser holen ohne dabei zu ertrinken. Bald werden nicht nur Honigbienen dankbar für diese Quelle sein.

Energie tanken

Bei diesem Wintereinbruch haben es die Wildbienen nicht einfach. Landen sie dann ganz geschwächt in unserem Wintergarten bekommen sie von Köbi eine Portion Honig, so dass sie gestärkt wieder weiterfliegen können.