knappe Ernte

Schon jetzt zeichnet es sich ab, die Honigernte im 2019 wird überall knapp ausfallen. Bereits mit der Frühlingshonigernte hat sich dies bestätigt. Die unwirtlichen Wetterbedingungen im ersten Halbjahr machten es den Bienen schwer einen Honigvorrat anzulegen. Regionale Imkerfreunde aber auch ein Imker im Allgäu, den wir in den Ferien kennengelernt haben, erzählen das gleiche. Wer die Bienen nicht füttern musste, und dadurch ganz auf eine Ernte verzichten muss, konnte nur wenig Honig gewinnen.

Das bedeutet in unserem Fall, dass wir nicht alle bestehenden Kunden beliefern können und bereits jetzt fast allen Honig verkauft haben. Wir hoffen, dass uns diese Kunden trotzdem die Treue halten und Verständnis für die Launen der Natur aufbringen.

Knoblauch, warum nicht?

Manchmal ist es ganz leicht etwas gutes für Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge zu tun. Im letzten Herbst habe ich einfach ein paar Knoblauch, Lauch und Fenchel im Boden gelassen. Knoblauch und Lauch blühen nun in wunderschönen Kugeln. Ein Paradies für Hummeln, Bienen und verschiedene Käfer. Schmetterlingsraupen erfreuen sich am Fenchelkraut und werden wunderschöne Schwalbenschwänze. Nicht nur die Insekten freut es. Wann machst du etwas in dieser Art? Schick uns doch deine Erfolgsbilder dazu. sandra@bienenzwirbel.ch

Totenkopfschwärmer

Diese Überraschung war perfekt. Als Köbi heute an einem Bienenvolk arbeitet hat er im Inneren eines Volkes diesen ausgetrockneten Totenkopfschwärmer gefunden. Er ist beinahe unglaubliche totale 11 cm breit. Welche Geschichte er wohl erzählen könnte….

Blumenfeld in Merenschwand

Ein ungenutzter Gemüsegarten, total mit Unkraut und Gras überwachsen, verwandeln wir kurzerhand in ein Blumenfeld. Kari, der Grundstückbesitzer im Merenschwand, hat uns diesen Gartenteil zur Verfügung gestellt. Hier habe ich nun einen bunten Mix aus Blumensamen verstreut und ein paar Stauden gepflanzt. Nun heisst es warten und geduldig Wasser geben. Ich bin gespannt, was daraus wird. Updates dazu im Herbst.

Blumenfeld beim Bienenstand in Merenschwand

Königin zeichnen im Bienenhaus

Um die Königin in einem Volk schneller zu erkennen markieren wir sie mit einem farbigen Punkt. Jedes Jahr hat eine andere Farbe, diese ist europaweit gleich. Somit erkennt man das Alter der Regentin. In diesem Jahr ist es grün.
Köbi erklärt dies in seinem Youtube Video. Viel Spass

Weitere informative Videos sind immer wieder auf Youtube zu finden.
Bienenzwirbel

Königinnenzucht

Ein wichtiges Standbein unserer Imkerei ist die Königinnenzucht. Dadurch versuchen wir sicherzustellen, dass wir erfolgreiche Mütter unserer Völker haben und uns nie die Regentinnen ausgehen.
Was sind unsere Zuchtziele?

  • Wabentreue, die Bienen bleiben auf den Waben und schützten die Brut und Futter und lassen sich vor ihrem vorhaben kaum stören.
  • Sanftmut, die Bienen sind nicht aggressiv, das Arbeiten mit ihnen mach Freude, gleichzeitig können Sie sich gemeinsam und erfolgreich gegen Feinde zur Wehr setzten.
  • Sauberkeit und Varroaresistenz, Bienen bauen schöne Brutnester, räumen möglichst viele Varroa selber aus dem Stock und halten ihre Nester sauber. Sauberkeit ist überlebenswichtig für ein Bienenvolk.
  • Honigertrag natürlich auch, das gehört dazu, nicht nur als Lohn für unseren Aufwand, sondern um Überlebens fähige Völker zu halten.

Bei der Königinnenzucht liegt Erfolg und Misserfolg sehr nahe beieinander. So darf das ein bis zweitägige Mädli nicht verletzt werden. Die Bienen müssen die Larven in Königinnenzellen einbetten. Die Bienen müssen die Königinnenbrut mit genügend Gelee Royal füttern. Das Wetter muss passen. Danach dürfen die Königinzelle bei einem Transport nicht geschüttelt werden, da die Möglichkeit besteht den Futteranschluss zu verlieren und dadurch zu Grunde geht. Die Gefahr besteht ab dem 10-15 Tag vorher und nachher besteht die Gefahr kaum. Zudem sollten die schlüpfenden Königinnen beim Transport in Apideakästchen vorsichtig erfolgen. Die Königinnen schlüpfen im Apideakästchen wo sie von den Bienen hoffnungsvoll erwartet wird. Zugleich wird die Königin umsorgt und beschützt, manchmal kann man sogar das Quaken der Königin hören. Sie signalisiert dem Bienenvolk ihren Machtanspruch, wenn dieser bestätigt wird, vom Bienenvolk und sich das Bienenvolk einig ist, dann werden alle später schlüpfende Königin aufgebissen und abgestochen. Nach dem Motto: („es kann nur einen geben“) darum sind die Königinnen im Schlupfkäfig ohne Bienen geschützt das meine Arbeit nicht vergebens war. Wenn einmal eine frühzeitig schlüpft. Wenn sie erfolgreiche Hochzeitsflüge hatten und wohlbehalten zurück sind, können sie ein neues Volk aufbauen oder einem bestehenden Volk zugesetzt werden. Das ist jedoch nicht selbstverständlich, Wetter, Vögel und viele weitere Ereignisse spielen mit. Ein neues Volk kann unter Umständen auch eine neu zugesetzte Königin abstechen, weil sich das Bienenvolk nicht einig wurde, über die neue Regentin. Sabotage von einzelnen Bienen wie in der Politik zu vergleichen.
Schlussendlich kann es sein, dass von 24 umgeweiselten Maden lediglich eine Handvoll Königinnen ins nächste Jahr kommen. Bei sorgfältiger Arbeit steigt die Erfolgsquote bis zu 50% und mehr. Jedes Mal ist und bleibt es spannend.

Darum sind die erfolgreichen Königinnen so viel wert für uns und darum werden diese dann gezeichnet, denn im Bienenvolk hat es im April -August 60`000 Bienen und mehr. Da wird es schwierig die Königin schnell zu Orten.

Was bis du für ein Käfer?

Es ist immer wieder spannend, was es im Garten so alles zu entdecken gibt.
Nachdem wir vor 6 Jahren den Blumenstreifen angesäät haben besuchen uns immer wieder interessante Tiere. Nebst vielen verschiedenen Wildbienen und Schmetterlinge auch dieser interessante Käfer.
Leider haben wir noch nicht herausgefunden, was das ist. Hast du eine Idee? Melde dich bei uns, wenn du diesen Käfer kennst.

Patenbesuch

Das Wetter hat uns am 12. Mai einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei eiskaltem und nassem Wetter wollten wir die Bienen nicht stören. Zum Glück sind unsere Paten so flexibel. Wiederum durften wir am 16. Juni vier Gruppen begrüssen. Ob als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk, aus purer Freude an der Idee oder aber langersehnter Wunsch. Gründe für eine Patenschaft gibt es viele. Wir freuen uns immer sehr darüber.

Die spannenden Fragen, das grosse Interesse und die Möglichkeit über das Imkereihandwerk zu berichten fordert uns immer wieder auf’s neue heraus innovativ und auf hohem Niveau unser Hobby zu betreiben. Für die Bienen, für die Natur und für alle Honigschleckmäuler.

Honigernte

Geplant war die Honigernte wie jedes Jahr so Ende Mai. Das Wetter machte den Bienen jedoch ziemlich zu schaffen. Deshalb war am geplanten Wochenende nicht zu machen. Der Honig in den Waben war zu wenig verdeckelt und hatte einen zu hohen Wassergehalt.
Wir mussten die Ernte sogar um zwei Wochen auf Pfingsten verschieben. Damit gingen wir jedoch das Risiko ein, dass der Honig zu fest wurde und wir beim Schleudern die Waben zerreissen. Dementsprechend waren wir gespannt.

Bereits am Donnerstagvormittag ging die Vorbereitung los. Alles Arbeitsmaterial bereitstellen und die Arbeitstrasse einrichten. Wie jedes Jahr durften wir auf unsere Helfer zählen. Diesmal sogar ein erweitertes Team. An dieser Stelle Danke an Madlen, Thuri, Veit und Lynn. Freitag und Samstag haben wir dann Honig geerntet und geschleudert. Der Sonntag nutzten wir um alles wieder aufzuräumen. Bereits am Montag ging es mit dem Abfüllen los.

Da die Bienen im sehr kalten April viel vom eingetragenen Honig selber brauchten und im kaum wärmeren Mai die Hauptblütenzeit vorbei war, waren viele Honigwaben nur zu einem Drittel oder noch weniger gefüllt.
Demzufolge fiel der Frühlingshonigertrag gering aus, aber eben das ist die Natur.
Gleichzeitig jedoch hat der Honig einen tiefen Wassergehalt. Dies ist für die Haltbarkeit und Qualität sehr gut und der Honig wird dadurch kräftiger und aromatischer im Geschmack. Als Schattenseite davon wird der Honig bereits im Kessel schnell hart.
Darum haben wir gleich allen Honig in Gläser abgefüllt.

Fazit: geringer Ertrag in hoher Qualität.

Bienentränke

Bienen benötigen nebst Nektar und Pollen auch viel Wasser. Damit sie dafür nicht so weit fliegen müssen haben wir Bienentränken an allen Standorten aufgebaut. Es braucht nicht viel dafür. Diese nutzen sie auch bei kaltem Wetter rege.

Ganz wichtig dabei ist, dass die Bienen nicht ertrinken können. Dazu eignet sich Moos sehr gut oder die Blätter von Seerosen. Am Rand hat es Jutenbänder, so dass sie sich daran klammern können, wenn sie zum Wasser gehen.

Wetterkapriolen

Wir werden immer wieder gefragt, ob das schlechte Wetter den Bienen schadet.

Ja dieses Wetter kann den Bienen massive schaden, ja sogar der Hungertod kann bei Völkern eintreten. Da ist der sogenannte Imker (der Bienenhalter schuld), da dieser die Bienen vegetieren lässt und nicht nach den Bienen schaut „ ob diese ein Bedürfnis haben“. Darum ist es sehr wichtig, den Futtervorrat (Honig) zu prüfen. Bei unserem Bienenstand gilt das eigentlich nicht. Da ich nur starke vitale Bienenvölker betreue und Pflege. Darum haben unsere Bienen einen guten Vorrat anlegen. Dieser hilft ihnen jetzt über die kalten Tage

Zudem ist grundsätzlich die Natur so eingerichtet, dass die vitale Bienenvölker auch mit Ausnahmesituationen umgehen können. Es werden dann die Bienenvölker auf natürlicher Art selektioniert. Die Natur mach dann das, was der Imker schon längst machen sollte. Zu schwache Völker sind sehr anfällig auf Krankheiten oder für den Imker im glück, wenn diese nur verhungern!

Für die Existenz Berechtigte Bienenvölker bedeutet dies, dass sie den (Honig), welches sie in den ersten warmen Frühlingstagen eingetragen haben, selber brauchen. Die Königinnen reduzieren oder stoppt die Eilage, auch die Drohnenbrut muss darunter leiden. Somit wird es weniger Bienen wie auch weniger Honig geben dieses Jahr. Alles in allem ist es eigentlich nur für den Imker ein „Problem“. Sehr viel wichtiger ist, wichtiger als der Honig, das die Bienen gesund bleiben und gut vom Imker betreut werden.

Die Ableger und Schwärme, die haben es nochmals viel schwieriger!

Regenbogen über dem Reusstal

Drohnenbrut, bereit zum Schneiden

Wabe mit Drohnenbrut

Diese Drohnenbrut ist bereit zum Ausschneiden. Es wird nie die ganze Drohnenbrut geschnitten, denn die Bienen brauchen Drohnen (männliche Bienen). Darum lasse ich immer Drohnen, diese schlüpfen im Volk. Diese Brutwabe (Drohnenbrutwabe) wird zu 2/3 geschnitten und wieder in das Volk gehängt. Somit kann ein Teil der Drohnen schlüpfen. Erst in zwei Wochen wird der ganze Drohnenrahmen ausgeschnitten. Das mache ich den ganzen Frühling lang und bis in den Sommer hinein. In diesem Baurahmen befindet sich die von den Bienen selbst erbaute Drohnenzellen. Im Bienenvolk sind zwischen 1-4 solche Baurahmen. So kann ich gut mit den Drohnenschnitt arbeiten und den Bienen auch immer Drohnen zum Schlüpfen lassen. Das ist ein wichtiger Teil des Varroa Konzept. Damit kann ich bis zu 80% der Milben aus dem Stock entfernen ohne Einsatz von chemische Mitteln wie Ameisensäure oder Oxalsäure.

Denn wenn der Honigraum aufgesetzt ist, werden keine chemischen Mittel mehr verwendet. Sobald der Honigraum im Bienenstock ist wird nichts gegen die Varroa mit irgendwelchem Mittel herumgebastelt. So haben meine Bienen und ich gute Arbeit geleistet und wir haben bis weit in den Herbst kein Varroa Problem! Darum liebe ich meinen Honig so sehr und du?

bald ausverkauft

Unser Honig ist beliebt. Immer wieder erhalten wir von überallher Anfragen, ob wir noch Honig haben. Das freut uns sehr. Die Folge davon ist, dass wir aktuell nur noch ein paar Gläser Cremehonig haben. Wir schätzen, dass es gegen Ende Juni wieder Blütenhonig geben wird. Bis dahin bitten wir euch um Geduld.

Die letzten Bestellungen konnten wir noch ausführen.

Apinella Früherkennung des kleinen Beutenkäfers

Der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) ist ein gefürchteter Bienenschädling. Die ausgewachsenen Käfer und die Larven fressen Honig, Pollen und bevorzugt Bienenbrut.
Der Kleine Beutenkäfer versteckt und vermehrt sich in verborgenen Winkeln des Bienenstocks. Die Käfer schwärmen bis ca. 15 km weit aus und befallen neue Völker. In Süditalien sind alarmierende Fälle aufgetreten. In der Schweiz ist noch kein Vorkommen gemeldet. Doch die Situation in Italien verlangen auch von Schweizer Imkerinnen und Imkern erhöhte Aufmerksamkeit und die regelmässige Kontrolle der eigenen Bienenvölker.
Mit einem nationalen Programm Apinella werden zusätzliche Massnahmen zur Früherkennung des Kleinen Beutenkäfers ergriffen. In der ganzen Schweiz kontrollieren Sentinel-Imker (Vertrauensimker) regelmässig ihre Bienenvölker, um ein Auftreten des kleinen Beutenkäfers so rasch wie möglich zu erkennen. Hierbei werden bevorzugt Bienenstände in Grenznähe oder an internationalen Güterverkehrslinien ausgewählt.

Hierbei machen auch wir mit. Konkret bedeutet dies, dass wir alle 14- Tage 25 Diagnose-Fallen für 48 Stunden in den Bienenstöcken platzieren. Diese werden danach auf einen Befall geprüft. Eine Aufgabe, bei deren wir hoffen nie „Erfolg“ zu haben.

Mehr Informationen zum Programm

Besuch bei den Patenbienen

Manuela und Karin sind seit ein paar Jahren Bienenpaten. Heute haben sie ihre Partner mitgebracht. Dabei konnten sie ihre Patenbienen besuchen und der Königin ein fröhliches „Hallo“ sagen. Wiederum wurde viel diskutiert und gefragt. Wir freuen uns immer über solchen Besuch.

neue Patenschaften

An diesem Wochenende ist grosser Patenbesuchstag. Viele unserer neuen Bienenpaten besuchen uns. Dabei machen wir Ableger für Jungvölker oder kontrollieren die Patenvölker der Besucher. Nebst vielen Informationen beantworten wir alle Fragen bei einem Dessert.

jüngster Bienenpate

Wenn unsere Bienenpaten uns besuchen dürfen sie gleich mithelfen. Aaron ist mit 11 Jahren unser jüngster Bienenpate. Er hat diese Patenschaft von seinen Eltern vor drei Jahren als Weihnachtsgeschenk erhalten und wünscht sich nun jedes Jahr die Verlängerung dieser Patenschaft als Geschenk. Köbi überlässt Aaron die Kontrolle seines Bienenvolks gleich selber. Er hat das sehr gut gemacht.